Wenn Sie regelmäßig Leute an der Eingangstür Ihres Hauses empfangen, kann ein Vordach das Schwätzchen an der Haustür erheblich angenehmer machen. Bei Regen und Wind bietet ein Vordach den erforderlichen Schutz, und außerdem erhält die Fassade Ihres Hauses einen ganz anderen Anblick. Mit Kunststoffplatten können Sie selber Ihr Vordach bauen. Was den Entwurf betrifft, gibt es keine Grenzen; alle Freiheit der Kreativität! Zusammen mit unseren Tipps und Tricks gestalten Sie innerhalb kürzester Zeit ein solides und einmaliges Vordach.

Farbenfroh, gediegen oder eigenwillig: Alles ist möglich!

Welches Material möchten Sie verwenden? Die meisten Kunststoffplatten eignen sich für ein Vordach; Polycarbonat zum Beispiel ist superstark und nahezu unzerbrechlich. Sie können sich auch für farbiges Acrylglas entscheiden; dies ist erhältlich in den verschiedensten Farben, womit Sie Ihr Vordach auf die Farben der Fassade und / oder Eingangstüre abstimmen können. Wollen Sie verhindern, dass das Vordach den Eingangsbereich zu dunkel macht? In diesem Fall können Sie sich für transparentes Acrylglas entscheiden. Gegossenes Acrylglas ist 30 Mal stärker als gewöhnliches Glas. Eine Kombination von verschiedenen Materialien und Farben gehört selbstverständlich auch zu den Möglichkeiten.

Die Konstruktion aufbauen: Berücksichtigen Sie die Windbelastung

Obwohl Kunststoffplatten ein relativ geringes Gewicht aufweisen, ist es eine absolute Notwendigkeit, dass die tragende Konstruktion und die Befestigung an der Fassade sehr stark sind. Ein Vordach bietet Schutz gegen Wind, Regen oder Schnee, aber diese Elemente können die Konstruktion schwer belasten. Es ist wichtig, dass das Vordach nicht flach liegt, denn z.B. Regenwasser muss problemlos abfließen können. Ein Vordach muss immer gestützt werden.

Ein Vordach wird immer 20 cm breiter als die Türrahmen – Breite angefertigt. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass das Vordach an den äußersten Ecken gut befestigt werden kann. Der Bau des Vordachs beginnt mit dem Platzieren des Tragbalkens oberhalb des Türrahmens. Diesen Tragbalken befestigen Sie mit Rahmendübel an die Mauer. Die Unterseite des Tragbalkens sollte 10 cm oberhalb des Türrahmens hinkommen.

Vordach selber bauen

Es ist empfehlenswert, die Oberseite des Tragbalkens auf Gehrung zu sägen, so dass der Rahmen des Vordachs über eine möglichst große Oberfläche unterstützt wird.

Vordach selber bauen

Vordach selber bauen

Anschließend können Sie den Rahmen des Vordachs konstruieren. Der Rahmen wird aus einer starken und nachhaltigen Holzsorte angefertigt, vorzugsweise Hartholz mit dem FSC-Gütesiegel. Der Rahmen braucht nicht übermäßig stark zu sein, denn die Kunststoffplatte, die Sie auf den Rahmen montieren, gibt der Konstruktion Ihre Stärke. Verwenden Sie quadratische Balken von 35 x 35 mm, und konstruieren Sie damit einen rechteckigen Rahmen mit denselben Außenmaßen wie die der Kunststoffplatte, die darauf montiert werden soll. Sie können die Ecken mithilfe von Möbelwinkeln verbinden, die Sie in jedem Baumarkt finden können. Bohren Sie aber bitte alle Löcher im Holz vor!

Vordach selber bauen

Die Kunststoffplatte auf den Rahmen montieren

Wenn der Rahmen fertig ist, kann die Kunststoffplatte montiert werden. Dies beginnt mit dem Vorbohren der Montagelöcher in die Kunststoffplatte. Legen Sie die Platte auf einen flachen Untergrund, und kleben Sie rundherum Malerklebeband entlang dem Rand, auch wenn die Platte noch mit Schutzfolie versehen ist. Nun können Sie die Bohrlöcher abzeichnen. Achten Sie darauf, dass der Mindestabstand bis zum Rand minimal zwei Mal die Plattendicke beträgt. Haben Sie zum Beispiel eine Platte mit der Dicke von 4 mm, dann muss der Rand des Bohrlochs mindestens 8 mm vom Plattenrand entfernt hinkommen. Wenn Sie ein Loch von 4 mm Durchmesser bohren wollen, dann zeichnen Sie 10 mm vom Rand entfernt eine Linie ab.

Vordach selber bauen

Jetzt können Sie die Löcher auf das Malerklebeband abzeichnen. Der Abstand zwischen den Löchern untereinander beträgt 10 cm.
Anschließend bohren Sie alle Löcher in die Kunststoffplatte. Legen Sie die Platte auf einen Holz – Untergrund, wo der Bohrer austreten kann. Der nächste Schritt ist das Bohren der Löcher in den Rahmen. Legen Sie die Kunststoffplatte auf den Rahmen, und fixieren Sie den Rahmen und die Platte mit einer Schraubzwinge. Montieren Sie einen kleineren Bohrer in die Bohrmaschine, und bohren Sie alle Löcher im Rahmen vor. Normalerweise wählt man einen Bohrer, der 1 – 1,5 mm kleiner ist als die Bohrlöcher in der Kunststoffplatte.

Vordach selber bauen

Nun kann die Kunststoffplatte auf den Rahmen geschraubt werden. Um zu verhindern, dass die Konstruktion klappert, können Sie zwischen der Platte und dem Rahmen noch Schaumstoffklebeband anbringen. Um die Platte zu verschrauben, brauchen Sie Schrauben mit einem flachen Kopf und Unterlegscheiben. Wenn Sie Schrauben mit versenktem Kopf verwenden, kann die Platte während des Festschraubens einreißen. Mit den oben empfohlenen Schrauben verschrauben Sie nun die zwei Seitenwände mit der Unterseite. Beim Festschrauben an der Oberseite verwenden Sie die Löcher abwechselnd. Denn die übrigen Löcher brauchen Sie, um den Rahmen mit dem Tragbalken an die Mauer zu verschrauben. Darum müssen die übrigen Löcher bis zu 6 mm nachgebohrt werden. Das Vordach schrauben Sie mit 5 mm Schrauben an den Fassaden – Tragbalken. Verwenden Sie auch hier Schrauben mit einem flachen Kopf und Unterlegscheiben.

Vordach selber bauen und an die Fassade montieren

Wie bereits erwähnt, muss das Vordach gestützt werden. Hierbei werden das Gewicht und die dadurch entstehenden Kräfte durch die Befestigung an der Mauer aufgefangen. Die Streben können Sie aus demselben Holz anfertigen wie den Rahmen, aber Sie halten eine etwas größere Breite ein, zum Beispiel 80 x 35 mm. An die Mauer montieren Sie eine Mauerplatte aus Holz; die Strebe wird mithilfe eines Möbelwinkels und Schrauben an die Mauerplatte befestigt. An der Oberseite wird die Strebe mit einem Strip und Schrauben an den Rahmen befestigt.

Vordach selber bauen

Erforderliches

• Kunststoffplatte (Acrylglas, Polycarbonat, farbiges Acrylglas)
• Holzmaterial für den Rahmen (Hartholz, haltbar gemachtes Holz) 35 x 35 mm
• Holzmaterial für die Streben und die Mauerplatte 80 x 35 mm
• Holzbalken für den Tragbalken 80 x 80 mm
• Befestigungs – Strips und Möbelwinkel