Selbstgebaute Luftgüte Ampel

Das Lüften von Zimmern ist eine Sache an sich. Im Internet lassen sich zahlreiche Tipps und Hinweise finden, wie und wann ein Raum am besten gelüftet werden sollte, um eine optimale Luftqualität zu erreichen. Michael ist noch ein Schritt weiter gegangen und hat mit viel Einfallsreichtum und Geschick einen kompletten Luftgütesensor selbst gebaut, der nicht nur schick aussieht, sondern auch stets fleißig die Luftqualität misst.

Michael: “Dem DIY-Projekt ging zunächst eine sorgfältige Planung der Ampel in 3-D über das SketchUp-Programm von Google voraus, wodurch ich die Abmessungen und die Anordnung der Bauteile optimieren konnte. In den Aluprofilen befinden sich kleine Nutsteine, an denen die Plexiglasplatten festgeschraubt werden. Das Gehäuse ist vorne und hinten offen, damit der integrierte Lüfter das Gehäuse durchströmen kann. Dadurch ist es der Ampel möglich, exakte Messdaten zu verwerten und gleichzeitig die Elektronik zu kühlen. Außerdem habe ich Staubfilter eingebaut, um die Elektronik-Bauteile zu schützen. Der Lüfter arbeitet mit bionisch optimierten Schaufeln und ist daher praktisch nicht hörbar. Für die Ampelfunktion habe ich die passenden LEDs eingebaut. Der Luftgütesensor funktioniert anschließend so: Werden in einem Raum die Grenzwerte für CO2, VOC oder Feinstaub bzw. Aerosole überschritten, schaltet sich die Ampel je nach Messwert auf Gelb oder Rot und gibt akustische Warnsignale aus. Nach Sonnenuntergang werden Ampel und Display gedimmt und über Nacht automatisch ausgeschaltet, es sei denn, man aktiviert die Ampel wieder. Als zusätzliche Funktionen habe ich einen Empfänger für Messwerte eines Außentemperatur- und Feuchtesensors integriert, der auf Basis der Luftdruck-Entwicklung eine kleine Wetterprognose einblenden kann. Die Messdaten werden auf einer MicroSD-Karte gespeichert, um bei Interesse auch auf die zeitliche Entwicklung zugreifen zu können. Die gesamte Ampel wird mit einem konventionellen 12 V Netzteil versorgt und hat eine gemessene elektrische Leistungsaufnahme von ca. 6 W.”

Verwendetes Material

Tipp von Michael für andere Heimwerker:

“Für die 3 mm dicken Plexiglasplatten habe ich zunächst ein Multitool von Dremel verwendet. Dieses hat bei der Arbeit jedoch sehr stark vibriert und die Kanten nicht wirklich sauber gesägt. Deshalb lieber von Hand sägen!”